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Steinwolle: Vorkonditionierung und Aufrechterhaltung

  • Frieser
  • 14. August 2026 um 11:08
  • Frieser
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    • 14. August 2026 um 11:08
    • #1

    Steinwolle: Vorkonditionierung und Aufrechterhaltung – was bei mir wirklich den Unterschied gemacht hat

    Ich growe aktuell in Grodan Delta Blöcken (15 × 15 × 14,2 cm, Einzelblöcke statt Slab, wegen Mobilität und Crop Steering). Am Anfang hatte ich ständig Ärger mit pH, EC und ORP – und lange am falschen Ende gesucht.

    Spoiler anzeigen

    Kurzfassung vorweg: das Problem war nicht die Steinwolle, sondern mein Wasser.

    1. Ausgangslage

    Mein Leitungswasser: ca. 450 µS/cm, rund 16 °dH, Ca:Mg etwa 7:1, pH 7. Und — der eigentliche Killer — saisonal schwankend, weil hier Tiefquellen einspeisen.

    Damit war jeder Ansatz eine andere Ausgangsbasis. pH und EC ließen sich nie reproduzieren, im Tank setzte sich Sediment ab, der ORP lag im Keller. Ich habe das lange auf Dünger und Blöcke geschoben.

    2. Was der Reihe nach was gebracht hat

    Schritt 1 — Luftsteine / O2 im Tank. Erster spürbarer Effekt, der Tank kippte nicht mehr so schnell. Das Grundproblem blieb.

    Schritt 2 — Ozon. Deutlich größerer Sprung, das Wasser blieb erkennbar länger sauber und der ORP stieg. Trotzdem hatte ich weiter Schwankungen, die ich nicht in den Griff bekam.

    Schritt 3 — Osmose. Erst hier war das Problem wirklich gelöst. Seit der RO-Anlage (5 Stufen, ohne Remineralisierung) ist Ruhe. Kleiner Hinweis für Neuanschaffer: die Permeatwerte brauchen eine Einlaufzeit — bei mir direkt nach der Erstspülung noch 160 µS/cm, dann ca. 90 ppm, inzwischen stabil bei 11 ppm. Wer sofort misst und enttäuscht ist, sollte einfach abwarten.

    Was sich konkret geändert hat:

    • Ich stelle den pH gar nicht mehr ein. Beim reinen RO-Wasser ist ein pH-Wert ohnehin wenig aussagekräftig — da ist praktisch nichts drin, was puffert. Ein belastbarer Wert entsteht erst nach Silica und Dünger, und der liegt bei mir dann von allein im Zielfenster.
    • Vor allem aber: er bleibt da. Über eine ganze Woche bewegt sich der pH im Tank nur um gut ein Zehntel nach oben, den Rest der Schwankung schreibe ich der Messtoleranz zu. Vorher war das jede Woche ein anderes Spiel.
    • Kein Sediment mehr.

    Der Endzustand — RO-Wasser plus durchlaufende Luftsteine und Ozon — hält meinen 50-L-Tank bis zu sechs Tage kristallklar, im Dachgeschoss, im Hochsommer. Ein Reinigungszusatz ist damit bei mir überflüssig.

    Zitat

    Dazu ein ehrlicher Negativbeleg: Bei einem Umbau waren Ozon und O2 stundenlang aus. Danach hatte ich einen fühlbaren Biofilm im Tank, der ORP brach deutlich ein und kam von allein nicht mehr hoch. Erst nach kompletter Tankreinigung und Neuansatz war ich wieder auf dem gewohnten Niveau. Beides läuft bei mir seitdem durch.

    (Silica nutze ich zusätzlich, das kommt bei mir als erstes in den Tank — ist aber ein eigenes Thema.)

    3. Vorkonditionierung der Blöcke

    So mache ich es:

    • Vorkonditionierungslösung auf pH 5,5 und EC 2,5 einstellen (mein Feed liegt bei ca. 2,24)
    • Blöcke ca. eine Stunde darin schwimmen lassen
    • danach abtropfen lassen, nicht ausdrücken

    Danach zeigten alle Blöcke rund 95 % Wassergehalt in der App.

    Zitat

    Eine praktische Falle: Ich habe Pflanzenvlies oben auf den Blöcken liegen. Anfangs lief dadurch ein Teil des Wassers seitlich über die Oberfläche ab statt in den Block — das Vlies lässt es nur verzögert durch. Gelöst habe ich das, indem ich größere Löcher ins Vlies geschnitten habe, sodass die Dripper keinen direkten Kontakt mehr zum Vlies haben und der Strahl nicht darauf trifft. Damit läuft das Wasser dorthin, wo es hin soll. Die Gabe muss man trotzdem anpassen, weil der Durchfluss immer noch deutlich zu hoch ist.

    4. Sensorik — der Punkt, an dem die meisten Zahlen unbrauchbar werden

    Zwei Dinge, die man wissen muss, bevor man irgendwelchen Prozentwerten glaubt:

    a) Die Position entscheidet alles. Bei einem meiner Blöcke saß der Sensor schräg — der zeigt seitdem dauerhaft niedriger an als die anderen, bei identischer Behandlung. Herstellervorgabe: horizontal, alle Zinken vollständig vergraben, ungefähr im unteren Drittel, und nicht ins selbe Loch zurückstecken (Luftspalte). Klingt banal, entscheidet aber über alles, was danach kommt.

    b) Es gibt kein Steinwolle-Profil. In meiner App stehen nur Clay Soil, Coco Air und Peat Soil zur Auswahl. Ich fahre Coco als nächstliegende Einstellung — aber das ist eben eine Näherung, kein passendes Profil.

    Deshalb arbeite ich bewusst mit relativen Trends statt Absolutwerten. Ob 90 % wirklich 90 % Wassergehalt sind, ist mir egal — entscheidend ist, dass der Rückgang von Gabe zu Gabe reproduzierbar ist. Meine vier Blöcke zeigen nach identischer Vorkonditionierung und identischer Spülung trotzdem unterschiedliche Sättigungswerte, und ich halte bis heute nicht alle Sensoren für gleich verlässlich.


    * 3x Spider Farmer Boden Sensor Pro + 1 "alt" Spider Farmer Boden Sensor

    Spoiler anzeigen

    Wenn ihr Offsets setzt: erst alle auf 0, dann komplett durchwässern, warten bis der Drain aufhört — und erst dann kalibrieren. Wer vorher kalibriert, kalibriert auf einen Zwischenzustand. Als Gegenprobe habe ich die Blöcke ein paar Mal zusätzlich gewogen; das zeigt schnell, ob ein Sensorverlauf plausibel ist.

    5. Aufrechterhaltung im laufenden Run

    Gesteuert wird über Ziel- und Triggerwert, jeweils als Prozentsatz der Sättigung. Es ist noch Steuerung ohne Crop Steering, weil der Durchfluss einfach viel zu hoch ist und somit nicht wie gewünscht genau steuerbar, ohne mehr als genug Drainverluste.

    Meine aktuellen Werte:

    • Ziel: 80 %
    • Trigger: 70 %
    • Notfall-Trigger: 65 %

    Zwei Stolpersteine:

    • Dripper: Die mitgelieferten verstellbaren Emitter lassen bei mir zu viel durch und lassen sich nicht weit genug zudrehen. Bei mehreren Pflanzen an einer Pumpe regelt man die Menge pro Pflanze über die Dripper und lässt die Zeiten gleich.
    • Entlüften: Meine Leitung läuft zwischen zwei Gaben leer und entlüftet bei jeder Gabe neu. Bei kurzen Gaben geht dadurch messbar Zeit und Wasser verloren. Weswegen auch demnächst ein Umbau auf Industriele-Standard-Lösung.

      * Spider Farmer Drip Bewässerung

    6. Feed und Drain messen

    Der aus meiner Sicht unterschätzte Punkt: Ich messe Feed und Drain gleichzeitig und dauerhaft über zwei Sonden. Die Drain-Sonde liegt direkt in der Entwässerungsbox, wo ohnehin 1–2 cm Restwasser stehen.

    Absolutwerte sind dabei offen gesagt nebensächlich – zwei Sonden unterschiedlicher Generation haben ohnehin eine Toleranz zueinander. Interessant ist die Differenz und ihr Verlauf: Steigt die Drain-EC gegenüber dem Feed über mehrere Gaben hinweg an, salzt der Block auf. Verschiebt sich der Drain-pH nach oben, passiert im Block etwas. Beides sehe ich jetzt laufend, ohne jedes Mal von Hand zu messen. Aufbau, Grenzen und was man dabei falsch machen kann, habe ich separat beschrieben:

    [LINK ZUM DIY-BEITRAG IN DER HEIMWERKER-ECKE... comming soon]

    Fazit

    Die Hebel nach Wirkung sortiert:

    1. Wasserqualität (Osmose) — größter Effekt, mit Abstand
    2. Aufbereitung (O2 + Ozon) — hält den Tank sauber und den ORP oben
    3. Sensorik richtig aufsetzen — Platzierung vor allem anderen
    4. Steuerung — kommt zuletzt und funktioniert nur, wenn 1–3 stimmen

    Steinwolle verzeiht wenig, ist aber berechenbar, sobald die Eingangsgrößen stimmen. Der Block reagiert am Sensor praktisch sofort – man sieht sehr direkt, was man tut.


    Kleiner Ausblick: Heute baue ich mein Bewässerungssystem um. Dazu kommt demnächst ein eigener Beitrag mit Fotos und Materialliste in der Heimwerker-Ecke. in dem Beitrag werde ich auch Links auf alles posten, inkl Wasser Monitor, Ozon generator etc.

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    • 14. August 2026 um 12:04
    • #2

    Danke für Deinen ausführlichen und interessanten Bericht, und das Du Deine Erfahrungen mit dem Forum teilst.👍

    Leider jedoch nichts für mich, da ich ausschliesslich auf Erde/Coco growe.

  • Frieser
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    • 14. August 2026 um 12:09
    • #3

    Kein Ding, gerne. Mit Erde hat es kaum etwas zu tun, aber mit Coco schon ein wenig. Coco ist, glaube ich, auch ein Thema, was Feed/Drain angeht, um Salzeinlagerungen zu verhindern.

  • Pan
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    • 14. August 2026 um 12:19
    • #4

    Ich mische zu meiner Erde immer gerne 25% vorgepuffertes Cocossubstrat hinzu.

    Rein auf Coco müsste ich ein automatisiertes Bewässerungssystem anwenden, ansonsten würde eine Handbewässerung, wie ich sie bevorzuge, eher an Masochismus grenzen😄

  • Frieser 14. August 2026 um 12:33

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    • 14. August 2026 um 12:50
    • #5

    Super Artikel 👍

    Möchtest du dass ich etwas nicht verpasse? Dann rede mich mit @Goodpeace an.
    Das ganze Team kannst du mit @Team ansprechen (mich ausgeschlossen!).

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    • 14. August 2026 um 17:47
    • #6

    Wenn du ganz viel Langeweile hast, kannste dir ja mal Rindenchips anschauen. Muss nicht über den halben Globus gekarrt werden und ist trotzdem nachwachsend. Allerdings wird dann der Artikel dazu etwas länger, denn das Material zersetzt sich deutlich schneller als Coco und setzt dabei halt schneller mehr Zeug frei.

    Ente gut. Alles gut.

  • jacob
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    • 15. August 2026 um 09:33
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    • #7

    Ich habe vor einigen Monaten mit sensorgesteuerter Steinwolle angefangen zu growen – es war eine sehr spannende Reise. Damit du meinen ersten Fehler nicht wiederholst: Der Grodan Hugo Block, der auf dem Delta steht und 2 Löcher hat, wird vermutlich nicht funktionieren und falsche Werte liefern. Die Grodan 2nd Gen und Improved funktionieren – bei meinem Sensor (anderes Modell) jedenfalls.

    Generell ist der große Block ein ganz anderes Biest als Slabs. Fast alle Angaben zum Dryback in öffentlichen Quellen beziehen sich auf Slabs und funktionieren in den Blöcken nicht. Durch Beobachten und Werte vergleichen bekommt man das aber schnell raus.

    RO-Wasser scheint mir auch der richtige Weg zu sein. Ich bin kein Freund von dem Abwasser, aber da das System sowieso sehr wenig Wasser verbraucht, ist es auch nicht so schlimm. Das Problem beim Leitungswasser-EC-Stacking ist, dass sich alles, was die Pflanze nicht benötigt, besonders gut ansammelt. Mit ordentlich Drain geht's, aber mit Osmose ist es einfacher.

    Zum EC und Dünger in Osmose kann ich jetzt nicht viel beitragen, da teste ich aktuell noch rum. Der pH wird sich aber während der Zeit im Block ändern – hier entscheidet sich, wie gut die NL ist 😊 pH 5,2 rein und pH 6,2 raus ist bei mir mit wenig Drain normal.

    Bei der Bewässerung direkt zum Industriestandard zu wechseln ist der richtige Weg. Ich habe das Problem über Software gelöst, die anhand der Sensorwerte bestimmt, wann die Pumpe ein- und ausgeschaltet wird. Ein Problem, das nicht so oft erwähnt wird, ist, dass die Sättigungskapazität des Blocks bis Blütewoche 2 täglich sinkt, weil die Wurzeln das Substrat erobern und man ständig nachjustieren muss.

    würde mich über einen Growreport freuen

  • Frieser
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    • 15. August 2026 um 14:07
    • #8

    Es ist mein erster Run mit den Blocks nach dem Umstieg vom Slab, also wird sich zeigen, ob es nutzbar ist (bzw. der zweite Run, aber der erste war eher nur ein Test).

    Was die Drybacks angeht, gehe ich schon davon aus, nur mit relativen Werten zu arbeiten, da jeder Block und jede Pflanze ein wenig unterschiedlich ist. Da meine Sensoren nur volumetrisch messen und keine echte "Pore EC" liefern, bleibt das glaube ich der einzige Weg. Stört mich aber vorerst nicht unbedingt: Wenn die Sensoren verlässliche Trends liefern, finde ich die Arbeit mit relativen Werten genauso gut wie mit absoluten.

    RO-Wasser wollte ich ohnehin auch für den Haushalt, da unser Wasser schon Mist war. Und wenn man breeden möchte oder Crop Steering macht, kommt man da eh nicht drum herum, denke ich. Mit genügend Drain ist die Ansammlung glaube ich auch kein Problem, und es muss ja nicht so gewaltig sein. Da erinnere ich mich gerne an Dr. Bugbee: Der spült kaum, weil eben nicht "überdüngert" wird. Das ist zwar nicht 1:1 auf Crop Steering übertragbar, da wir die Pflanze hier auch ein bisschen pushen und stressen, aber der Gedanke ist nicht dumm. Wenn man wirklich nicht übertreibt, ist der Drain gar nicht so wild. Außerdem halte ich meinen Drain unter Sauerstoff und Ozon. Im Grow nutze ich ihn nicht, aber mein Obst draußen (in Töpfen) hat nie gemeckert. Wenn man z. B. viele Tomaten, Erdbeeren, Chilis etc. über den Sommer in Töpfen draußen hat, verbraucht das Wasser. Da bin ich nicht so pingelig dran wie beim Indoor-Grow. :)

    Bei mir sehe ich den Unterschied zwischen Feed und Drain relativ stark im pH, beim EC kaum. Wenn man ein bisschen spült oder halt Drain >15 % fährt, kommt bei mir bei Feed und Drain derselbe EC raus. Der pH ist dagegen versetzt – springt aber nicht. Also kann man auch am pH sehr gut Trends erkennen. Das hilft, denke ich, sogar die Entwicklung der Pflanze zu erkennen. Zumindest ist meine Vermutung (witzigerweise abgeleitet vom Living Soil und rein subjektiv), dass die Pflanze auch in der Steinwolle die pH-Umgebung nach eigenen Wünschen anpasst. Und da wir wissen, dass unterschiedliche Nährstoffe unterschiedliche pH-Werte benötigen, beobachte ich gerade, wie sich der pH ändert, sobald die Pflanze in die Blüte übergeht oder sogar die Wasserphase Mid/Late Bloom einstellt und auf die Wirkstoffe rübergeht. Ich denke, das wird am pH sehr gut zu erkennen sein.

    Die Bewässerung habe ich gestern fertiggestellt und teste gerade die ersten Daten. Technisch ist es bei weitem nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, weil ich ein ungeduldiger Sack bin :D Statt echte selbstschließende Tröpfler zu besorgen, war ich "gezwungen", auf Amazon zurückzugreifen – ich wollte es halt fertig haben. Somit sind jetzt 2-l/h-Tröpfler von Gardena im Einsatz. Ich werde schauen, rechne aber damit, die Tröpfler zu ersetzen. Sollte auch kein Problem sein, da die Infrastruktur mit Pumpe etc. bereits komplett da ist und der Austausch Sekunden kostet.

    Nach den ersten 12 Stunden muss ich aber sagen, dass ich schwer begeistert bin. So etwas hätte ich von überteuertem Gardena nicht erwartet. Mein Bewässerungszyklus liefert aktuell 0,27 l/min pro 4 Pflanzen mit den 4x2 Tröpflern, bei einem Delta von ±5 ml pro Zyklus – und zwar über alle 8 Tröpfler! Das heißt, bei jedem 1-Minuten-Zyklus bekommt jede Pflanze etwa 68 ml ±1,25 ml. Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich mit Gardena-Tröpflern eine Präzision wie mit Profi-Tröpflern erreichen kann, hätte ich es nicht geglaubt. Das ist einfach krank :D

  • Frieser 15. August 2026 um 14:08

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  • jacob
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    • 16. August 2026 um 20:28
    • #9

    Ja, das Fazit zu Blöcken würde mich dann interessieren. Wieso der Umstieg auf die Blöcke? Ich überlege nämlich, auf Slabs zu wechseln 😊

    Ich muss auch sagen, den Pore-EC braucht man nicht wirklich, er ist immer 0,x niedriger als der Drain-EC, und Trends für den VWC reichen aus. Ich freue mich zwar über genaue Zahlen, aber den Prozenten hinterherzujagen und Werte zu vergleichen, macht die Sache nur schlimmer 😐️

    Den Drain sehe ich eher als Merkmal dafür, wie gut die Anlage funktioniert. Aber man kann viele Wasserprobleme auch einfach mit erhöhtem Drain umgehen. Was nutzt du für einen Dünger? Musste ordentlich umstellen, ohne den guten Kalk aus dem Hahn, und der pH-Wert ist im Drain deutlich höher.

    Der Drain-EC ist bei mir 2–3x höher als der Nährlösungs-EC, bei 15–20 % Drain. Kann aber gut am doppelt so hohen Hugo-Block liegen.

    68 ml/Minute sind top, da würde ich auch nichts ändern.

  • Frieser
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    • 16. August 2026 um 23:10
    • #10

    jacob

    Der Umstieg von Slabs auf Blocks ist bei mir der "Transferfähigkeit" geschuldet. Im letzten Run sind die Pflanzen einfach viel zu groß geworden und ich war nicht in der Lage, sie von der Seite oder von hinten richtig zu erreichen. Ein Slab kann man aber praktisch nicht aus dem Zelt rausholen. Und wenn ich an die Pflanze nicht richtig herankomme, leidet die Qualität. Leider habe ich nur Zugriff von vorne, von daher ist es sehr begrenzt.

    Der andere Grund war, dass ich es schwierig fand, damit umzugehen, ohne innere Brüche zu verursachen. Ein vollgesaugtes Slab ist kaum mehr zu bewegen, und bei Versuchen, es zu heben, sind Brüche entstanden. Diese Brüche leiten schlecht Wasser, und dann zeigen die Sensoren nur noch Mist an. Das hat mich ziemlich genervt, da ich mich auf die Technik gar nicht mehr verlassen durfte – oft nicht mal relative Trends waren zu erkennen. Einfach nur Glücksspiel, und dafür braucht man die Technik ja gar nicht.

    Ich habe hier gerade eine interessante Studie von Grodan, die eigentlich gar nichts dagegen hat, wenn der Drain-EC höher ist als der EC im Block. Inzwischen sehe ich es auch so: Wenn Feed / Block / Drain gleich sind, heißt das für mich zu viel Drain. Das ist kein Gießen, sondern eine Spülung. Laut Grodan lag der EC im Block bei etwa 4 (bereits angesammelt, da der Feed niedriger war) und im Drain bei 8. Trotzdem wurde das als perfekt bewertet. Grodan meint hier, dass bei dem oft wiederholten "Drain ein wenig höher"-Ansatz im Block selbst eigentlich ein Mangel herrscht.

    Interessanterweise finde ich somit "Der Drain-EC ist bei mir 2–3x höher als der Nährlösungs-EC, bei 15–20 % Drain. Kann aber gut am doppelt so hohen Hugo-Block liegen." als hervorragend, wenn man sich an die Studie hält. Ich dünge mit Athena Blended.


    *Artikel, keine Studie sry

    Zitat

    The average drain EC was 8.1 mS/cm, whereas the average slab EC was just 4.4 mS/cm,” he states.

    Grodan Artikel

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    • 16. August 2026 um 23:19
    • #11

    Der Drain EC ist immer höher als der im Block🤔

    Also außer beim hochfahren verständlicherweise.

    Aber sonst ist ja der Witz an Drain, das du rausdrückst, was nicht der NL entspricht. Und das sind überwiegend Salze. Dabei auch ausgewaschene Mineralien aus dem Dolomitfilz, die den pH hochziehen.

    Ente gut. Alles gut.

  • DavidReed
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    • 17. August 2026 um 06:22
    • #12

    Spannendes Thema 👍

    Das mit den Sensorwerten und den relativen Trends finde ich besonders interessant. Am Ende scheint die Reproduzierbarkeit wichtiger zu sein als die Frage, ob der Sensor nun wirklich 75 oder 80 % anzeigt.

    Wäre cool, wenn du nach ein paar Wochen nochmal ein Update mit den gesammelten Daten machst. Gerade die Veränderungen bei Dryback und Feed/Drain über den Run würden mich interessieren.

  • jacob
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    • 17. August 2026 um 10:10
    • #13



    Mein letzter Durchgang: Zum Testen habe ich den Block entgegen meinem Gefühl, aber nach den Guides, 30 % rücktrocknen lassen. Die 18 Tage ohne Bewässerung haben den Block stark austrocknen lassen, und er konnte auch nicht wieder zurückgewonnen werden. Das werde ich beim nächsten Durchgang ändern.

    Danach zeigt sich der normale Abwärtstrend bis Tag 45, verursacht durch das Wurzelwachstum. Anschließend bleibt der VWC max (maximale Wasserhaltekapazität) relativ konstant.

  • Frieser
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    • 17. August 2026 um 13:15
    • #14

    DavidReed Kann ich nur zustimmen. Mit absoluten Werten im Homegrow zu arbeiten, ist schwer. Ich würde sogar sagen, auch im industriellen Bereich, wenn man Qualitätsmanagement nicht voll im Griff hat – da es eine starke Standardisierung erfordert und schnell jede Abweichung bestraft. Mit der Relation kann man aber fleißig arbeiten. Das Beispiel mit dem VWC finde ich hervorragend nachvollziehbar und goldwert.

    Wenn man die Variablen im Griff hat, damit sie stabil bleiben und es kein Glücksspiel ist, kann man es meiner Meinung nach 1:1 umsetzen.

    jacob

    Interessant. 30 % Dryback sind eigentlich nicht so wild, sollten in der Steinwolle gut durchgehen – vorausgesetzt, mein VWC passt. Wenn das Profil für Steinwolle wäre, würde ich sagen, es ist an der Grenze, aber es passt. Sieht so aus, als wäre es von VWC 90 % auf 30 % Dryback gegangen (also gegen Messpunkt 25). Danach sieht es für mich so aus, als läge der Avg etwa bei 45, was ich kritisch sehe. Bin aber nicht sicher, ob ich das richtig ausgelegt habe – gerne korrigieren.

    Da bei den 60 % zu bleiben nach dem Dryback funktioniert eigentlich alles. Der Bereich 55–60 ist schon an der unteren Grenze, aber noch im Rahmen. Kann es sein, dass das Bewässerungsprofil eher auf Coco abgestimmt war als auf Steinwolle? Wenn ich mich nicht irre, ist Coco hier weniger verzeihend. Wenn der angezeigte VWC statt 90 % bereits realistisch bei 80 % lag, dann komme ich mit dem unteren Wert bei 55–60 eben unter die kritische Grenze.

    Ich habe aktuell 5 % Dryback, bin aber auch noch am Anfang der Vegi. Mehr als 20–25 % habe ich aber nicht vor zu fahren, das wäre mir zu heikel. Mal sehen. :)

    Konstant finde ich die Darstellung schon. Nur beim Avg von ca. 45 ist die Frage, ob es sich wirklich um einen Trend handelt oder ob es an der unteren Grenze des Sensors/Mediums kratzt. Wenn du versuchst, etwas mehr zu bewässern, kommt er also nicht höher – habe ich das richtig verstanden?

  • jacob
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    • 17. August 2026 um 14:04
    • #15

    Ja, mit einem VWC max von ~50 % zu arbeiten ist kritisch 😊. Vom Eindruck her ist die Pflanze die ganze Zeit generativ geblieben. Nächtliche Drybacks konnte ich auch nur minimal bis -8 % fahren, sonst habe ich vom knappen VWC-Budget nur noch mehr verloren.

    Die Bewässerungsmenge hatte keinen Einfluss auf den VWC max. Durch den Drain kippt man ja genug rein, und die Drainmenge hat auch variiert, ohne einen Unterschied zu machen.

    Ja, das sind die Probleme mit den ganzen Werten und Zahlen. Der Sensor misst halt da, wo er drinsteckt, in meinem Fall 3,5 cm von unten gemessen im Block. Der 30%-Dryback da unten war meiner Vermutung nach deutlich höher, wenn man ihn auf den ganzen Block bezieht. 18 Tage kein Wasser waren wohl das eigentliche Problem und haben den Block hydrophob werden lassen (jedenfalls den oberen Teil). Der nächste Run wird nach 7 Tagen bewässert, und dann schaue ich, wie sich die Werte ändern. Das System und ich müssen uns noch finden. In meinem ersten Growerleben habe ich die Steinwolle mit einer analogen Schaltzeituhr 4x am Tag bewässert, und die Ergebnisse waren besser als heute 😇 Ich glaube, am Ende gewinnt die Erfahrung und wie gut der Grower sein System kennt.

  • Frieser
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    • 20. August 2026 um 17:00
    • #16

    jacob VWC 50 % ist schon kritisch, ja. Hier gerne aktuelle AI in Anspruch nehmen. Ich habe für diese Mathe keinen Bock, habe ja Statistikberechnungen bei der Arbeit mehr als genug, also delegiere ich es gerne weiter. Mit gut eingestelltem Offset auf dem Sensor und genauem Wissen, wann Drain anfängt, berechnet jede AI flott die passende VWC. Dann ist man auf der sicheren Seite und kann sich auf die Sensoren verlassen (natürlich solange die einen verlässlichen Trend zeigen und keine wilden Sprünge).

    3,5 cm von unten finde ich perfekt. Laut Grodan liegt es bei diesen Blöcken meines Wissens nach etwa zwischen 3,5 und 4,5 cm.

    18 Tage ohne Wasser klingt schon seeehr durstig, ja. Ich fahre gerade vegetativ mit etwa 10 % Dryback und die Pflanze wird etwa 4× am Tag gegossen. Dazu ein kleines Fenster für dezente Spülung – nichts Gewaltiges.

    Ich finde sehr interessant, wenn man sich die Grodan- und Athena-Handbücher ansieht, dass die ganz andere Drain-Werte fahren, als sonst in der Grow-Folklore angesprochen werden. Ich glaube, die Sache mit dem "Drain ein wenig höher als Feed" sollte inzwischen längst überholt sein, wenn selbst die "Großen" wie Grodan und Athena locker Faktor 1,5 bis 3 empfehlen. Heißt: Wenn mein Feed EC 1,0 hat, kann/soll der Drain locker 1,5–3 haben. So ergibt sich die ideale EC im Block direkt. Ich kann es mit eigenen Messungen nur bestätigen.

    Ich bin am Meckern, weil SF-Sensoren volumetrisch sind (also keine Pore-EC wie Messgeräte für XXXX €). Aber auch diese Geräte liefern, wenn richtig eingesteckt und ohne Luft dazwischen, bei VWC verlässliche Werte. Die Genauigkeit verschwindet erst mit dem Dryback. Wenn ich den EC-Wert aber nur bei VWC betrachte, ist er aussagekräftig und eher stabil – die Abweichungen von Pore-EC-Messgeräten sind minimal. Meiner Recherche nach Delta < 5 %, also sehr genau.

    Es heißt: Wenn ich einen Block zum VWC fahre (also bis zum Drain), dann sollten die idealen Werte z. B. so aussehen. Ist natürlich theoretisch zum Verständnis, keine absoluten Zahlen: Feed 1.0 Block 0.9 Drain 2.5 oder höher

    Heißt: Die Pflanze bekommt 1.0 – im Block ist aber 0,1 weniger, das heißt, die Pflanze verbraucht aktiv Dünger. Wenn im Block mehr wäre als im Feed, verbraucht sie weniger – also Feed runter.

    Und mit Drain: Wenn Drain gleich oder deutlich weniger "mehr" als Feed ist, kann der Block keine Salze im unteren Bereich ansammeln – zu viel gegossen bzw. nicht gegossen, sondern gespült. Umgekehrt: Wenn der Wert bei dem o. g. Faktor 1,5–3 liegt, alles gut. Wenn niedriger, sollte mehr gedüngt werden (Feed höher) und/oder weniger gegossen werden, um die Ansammlung zu ermöglichen.

    Ich kann euch gerne die Papers teilen, aber da müsste ich einen anderen Link wählen, da die PDFs recht groß sind.

  • jacob
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    • 20. August 2026 um 19:29
    • #17

    Je länger ich mich mit den Bewässerungsstrategien beschäftige, desto mehr glaube ich, dass es eigentlich weniger wichtig ist, als ich anfangs dachte. Jeder Hersteller hat sein eigenes Markenzeichen und macht es ein wenig anders – manche haben die Bewässerungsphasen sogar um 2 auf P0–P5 erweitert. Soll jeder machen, wie er will. Ein "Richtig" gibt es anscheinend nicht.

    Die Quellen speziell für Cannabis, die man schnell findet, sind meist Athena, Aroya und CCI, die ihre Strategien mehr oder weniger gemeinsam entwickelt haben. Hier ist der Hebel klar der EC-Wert, während Grodan eher auf RDI (Regulated Deficit Irrigation) setzt. Das Steuern über den EC ist einfacher als über RDI, daher nehme ich das als Basis und taste mich vorsichtig an das andere heran.

    Hier mal meine Lieblingsübersicht, „wie es die Amis machen" (CCI Blackbook).
    Mal abgesehen von den hohen EC-Werten ist das Verhältnis von Drip- zu Pore-EC interessant. Mein Höchststand bei der Pore-EC lag knapp über 6. Die Drain-EC ist immer etwas höher, aber mein Messgerät geht nur bis 6.


  • Frieser
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    • 20. August 2026 um 21:07
    • #18

    jacob Sehr interessant. CO₂ finde ich relativ konservativ, aber es mag effizient sein. Die Drip-ECs sind schon hoch, schwer zu sagen. Man muss sich hier vielleicht wirklich selbst nach Strain herantasten, denn manche US-Grower, denen ich mal gefolgt bin, fahren die ECs auch in solchen Bereichen.

    Wenn mir vor einiger Zeit jemand gesagt hätte, dass ich EC am Drip > 4,0 haben soll, hätte ich gesagt, dass das verrückt sei, aber … z. B. bin ich früher max. gegen 2,5 gefahren. Und das war mit Leitungswasser, das selbst 0,45–0,5 hatte. Also im Grunde war der reine Dünger selten über 2. Und ich hatte oft Mangel-/Überschusserscheinungen, da mein Leitungswasser halt Mist ist (mit Ca:Mg-Ratio 7:1 und 16 °dH fängt es erst an). Seitdem ich RO-Wasser nutze, bin ich beim Feed zwischen 2 und 2,5, also im Vergleich zum Leitungswasser unvergleichbar höher.

    Und ja, die Blätter sind scheinbar zu satt grün, aber ansonsten kein Problem. Auch das, glaube ich, liegt eher am CalMag von Plagron, weil der superkonzentriert ist und eine Menge Stickstoff enthält. Ich habe heute zum ersten Mal mit CalMag von Athena angemischt (nun habe ich alles aus einer Athena-Reihe) und interessant: Die EC ist weniger gesprungen und der pH gar nicht. Bei Plagron ist mir der pH immer richtig heruntergegangen (sehr sauer). Das ist keine Kritik an Plagron, ich finde die Produkte gut, aber die Konzentration passt vielleicht besser mit anderen Plagron-Produkten zusammen als mit Athena. Ich habe den Rest indessen verbraucht und bin nur noch bei Athena.

    Aber weiter – die Drip-EC sowie die Block-EC sind gewaltig, aber es entspricht mehr oder weniger dem, was Grodan sowie Athena auch sagen. Womöglich sind die Werte, wie zuvor besprochen, ausgezeichnet zu fahren mit konkreten Herstellerreihen, die es eben passend zum Dünger haben. Wenn man davon abschweift, muss man sich mehr nach dem Bedürfnis anpassen.

    Apropos: Morgen kommen meine Apera-Messgeräte. Freue mich wie an Weihnachten :D Ich behalte die China-Monitore weiterhin, aber für die Anmischung nutze ich letztlich etwas Echtes. Ich hatte jetzt oft kaum eine Referenz, ohne jedes Mal kalibrieren zu müssen. Mal sehen, wie sich die Apera-Dinger nun schlagen werden.

  • jacob
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    • 21. August 2026 um 16:20
    • #19

    Die hohen EC-Werte kann man auch nur fahren, wenn man das Anbausystem komplett ausgemaxt hat. Was ich auch so mache: den Drip-EC gar nicht groß zu ändern und den EC im Block über den Drain zu steuern. Da ich meinen Bewässerungscontroller selbst programmiert habe, gebe ich nur noch die Ziel-EC-Werte für P1 und P2 als Ausschalttrigger für die Bewässerung ein.

    Mein Leitungswasser hat ein noch ungünstigeres Ca:Mg-Verhältnis, fertige Produkte helfen da aber nicht so gut 😊 Ich nehme Magnesiumnitrat (Mg + Stickstoff) oder Magnesiumsulfat (Mg + Schwefel) und Kalziumnitrat (Ca + Stickstoff) und mische es passend zusammen. Hatte damit auch nie Probleme. Einen Magnetrührer würde ich noch dazu empfehlen. Kommt man am Ende immer noch günstiger bei raus, und das Ausrechnen macht die KI easy. Wenn der PH bei CalMag runtergeht muss, da noch mehr drin sein.

    Neue Geräte oder Spielzeuge sind ja auch wie Weihnachten! Hobbys gehen ja immer ins Geld, gerade wenn es Spaß macht mehr 😊 Versteh ich komplett, aber bei mir stimmt jetzt schon nicht die richtige Balance zwischen Datenanalyse und Growen. Daher gibt's erst mal nichts Neues. Schau mir aber Genre an was es neues gibt.

  • Frieser
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    • 22. August 2026 um 00:16
    • #20

    Ich bin nicht sicher, ob es nicht ein bisschen off topic ist, aber ich habe heute alle meine China-"gerne Budget"-Geräte rausgeworfen oder zurückgegeben. Nur Stress damit. Ich meine nicht die Bodensensoren – da habe ich leider keine Alternative, also kann ich nur hoffen, dass sie etwas taugen. Alles, was aber pH, EC und ORP betrifft, ging raus.

    Stattdessen habe ich jetzt komplett alles von Apera. Vom Geld her am Ende gar nicht teurer als der China-Schrott, und die Werte sind einfach nur ein Traum. Diese Verlässlichkeit. Ich verstehe nicht, warum ich es nicht schon früher gemacht habe. Dieses "Wer billig kauft, kauft zweimal" gilt hier sogar mehrfach.

    Ich habe für dieses hier nicht mal 60 € bezahlt – und es wird ewig halten. Beim pH bin ich auf die "60er"-Reihe umgestiegen, da dort die Sonden immerhin austauschbar sein sollen. Dazu habe ich mir eine ORP-Sonde für 60 € bestellt, Lebensdauer bis zu 24 Monate, alles ISO-zertifiziert. Es macht Spaß, damit zu arbeiten. Auf einmal verlässliche Werte.

    Gestern habe ich einen No-Name-China-Monitor installiert und trotz Kalibrierung nach 24 Stunden ein Drift von ±0,3 bei pH sowie EC. Nutzloses Ding für 90 €.

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