Hatte mir auch mal überlegt, so eine anzuschaffen.. oder Sonnentau Aber bei mir scheitert es am Regenwasser.. Ich schleppe bestimmt kein Eimer Wasser von unten nach oben
Aber viel Erfolg dir !
Beiträge von Niffit
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Cannabis-Plantage: Basler Polizisten-Ehepaar wird angeklagt
Anderthalb Jahre lang sollen sie Cannabis in großem Stil angebaut, verarbeitet und vertickt haben: ein Basler Polizisten-Ehepaar und ein Bekannter. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ihre Strafuntersuchung gegen
einen ehemaligen Baselbieter Polizisten, seine Ehefrau und einen
weiteren Beschuldigten abgeschlossen. Das meldet die Pressestelle der
Staatsanwaltschaft. Wegen "qualifizierter Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz" wird gegen die drei Beschuldigten Anklage
erhoben - im abgekürzten Verfahren.Rund anderthalb Jahre lang soll das Polizisten-Ehepaar eine
Indoor-Cannabisplantage betrieben haben. Sie soll für die Kantonspolizei
Basel-Stadt gearbeitet haben, er für die Polizei Basel-Landschaft. Zu
dem dritten Angeklagten veröffentlicht die Staatsanwaltschaft keine
Details.Professionelle Arbeitsteilung
Die Beschuldigten sollen Cannabis angebaut, verarbeitet und verkauft
haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Beschuldigten
zusammengearbeitet haben, um die verschiedenen Schritte von der
Herstellung bis zur Vermarktung des Marihuanas verwirklichen zu können.Ein abgekürztes Verfahren ist dann möglich, wenn die Beschuldigten
gestanden haben. Ziel der Anklage ist es, dass die Sanktionen für die
Beschuldigten auch eine vollständige Rückzahlung der unrechtmäßig
erlangten finanziellen Vorteile beinhalten, meldet die
Staatsanwaltschaft.[Blockierte Grafik: http://w.online-verlag-freiburg.de/www/delivery/l…l&cb=e0d12ba8b0]
http://www.badische-zeitung.de/basel/cannabis…-109710273.html -
Ein Kommentar:
Falsches Signal
Die Debatte über die Cannabis-Freigabe verselbstständigt sich: Sie kann dazu führen, dass Jugendliche die Droge für harmlos halten.Stuttgart - Jugendliche haben oft einen feinen Sinn für Logik. Da dürfte es ihnen schwerfallen zu begreifen, warum man sie einerseits bei Konzerten oder im Club auf Cannabisbesitz filzt – während der Ministerpräsident andererseits fordert, über den Sinn solcher Repression doch einmal grundsätzlich zu diskutieren. Es dürfte ihnen auch schwerfallen, den Sinn des nächtlichen Alkoholverkaufsverbots zu verstehen, wenn andererseits ein neues Rauschgift salonfähig gemacht werden soll – aus welchen Gründen auch immer.
Die Botschaft, die Jugendliche darin lesen, kann eigentlich nur lauten: „Die da oben“ sind sich selbst nicht einig. So schlimm können Haschisch, Marihuana und vielleicht auch die anderen Drogen also nicht sein. Ebendiesen Effekt befürchtet Innenminister Reinhold Gall, wenn er jetzt vor „falschen Signalen“ warnt. Da mag die Absicht der „Legalize-it“-Befürworter noch so edel sein: Die Missverständnisse sind vorprogrammiert. Wenn Kretschmann also nicht aufpasst, werden Suchtberater und Polizei um Jahre zurückgeworfen. Zum Alkoholproblem der Gesellschaft käme ein weiteres. Das kann nicht seine Absicht sein.
Innenminister Gall macht keinen Hehl aus dem Dissens zu seinem Regierungschef. Sein Nein gründet einerseits auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Cannabis-Produkte psychische Risiken bergen. Als SPD-Mann ist er aber auch Wahlkämpfer, und bei diesem Thema weiß er die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich. Umso rätselhafter ist es, warum der Ministerpräsident dieses Einfallstor für Kritiker öffnet. Da mag er noch so oft betonen, Grün-Rot habe keine Cannabis-Agenda, es stünden keine Beschlüsse an. Das Thema kann ihm gewaltig verrutschen – doch damit haben die Grünen seit dem Veggie-Day ja Erfahrung. -
Zitat von Stuttgarter Nachrichten
Gall gibt Kretschmann ContraBaden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall hat angesichts der wachsenden Drogenkriminalität von Jugendlichen vor einer Debatte um eine Cannabis-Legalisierung gewarnt: „Die wäre das völlig falsche Signal an die heutige Jugend“, sagte der SPD-Politiker.
Stuttgart - Dem Jahresbericht zur Jugendkriminalität zufolge ging einerseits die Zahl der Gewaltdelikte deutlich zurück, während die Rauschgiftkriminalität im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 Prozent auf 11 291 Tatverdächtige wuchs. Sehr bedenklich sei der Anstieg bei Kindern um 81,4 Prozent.
Der Innenminister stellt sich damit offen gegen Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), der sich mehrfach für eine breite Debatte über eine Cannabis-Legalisierung ausgesprochen hatte.
Gall räumte ein, dass ein erheblicher Teil des statistischen Anstiegs der Drogenkriminalität mit verstärkten Kontrollen an Jugend-Treffpunkten zu tun hat. Allerdings spiele auch eine erhöhte Akzeptanz und eine gewisse Bagatellisierung im Umgang mit Betäubungsmitteln eine Rolle: „Mich erschrecken die breite Verfügbarkeit und der sorglose Umgang mit Drogen.“ Jugendliche stünden vor allem auf billige Stoffe wie Cannabis, Ecstasy und Amphetamine.Quelle:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.cannabi…a45d530075.html -
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/du…n-aid-1.5308774RP Vorstoß zur legalen AbgabestelleRP schrieb:
Vorstoß für legale Cannabis-Abgabestellen
Düsseldorf. Linke und Grüne wollen eine Sondergenehmigung für die lizenzierte Abgabe in Düsseldorf erwirken.Die Grünen und die Linke im Rat machen sich für die Einrichtung von legalen Cannabis-Verkaufsstellen in der Landeshauptstadt stark. Die Linke hat die Verwaltung angefragt, zu prüfen, ob - und wenn ja auf welche Weise - eine Ausnahmegenehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für den Betrieb lizenzierter Abgabestellen für Cannabisprodukten erwirkt werden könne. Die Grünen gehen einen Schritt weiter und wollen die Verwaltung damit beauftragen, den Antrag zu erarbeiten. Über das Thema soll in der nächsten Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses am kommenden Mittwoch diskutiert werden.
Die Linken-Politiker Angelika Kraft-Dlangamandla und Lutz Pfundner begründen ihren Vorstoß damit, dass die Kriminalisierung von Erwerb, Herstellung und Vertrieb von Cannabis zu "negativen gesellschaftlichen Folgewirkungen wie Verurteilungen von Konsumenten" führe und "sogar teilweise mafiöse Strukturen" finanziere. Die Grünen-Politiker Angela Hebeler und Norbert Czerwinski sagen, dass bislang der Beweis dafür fehle, dass Verbote den Drogenkonsum einschränken. In Ländern wie Portugal und den Niederlanden sei die Zahl der Konsumenten nach der Legalisierung sogar gesunken, argumentieren sie. "Die kontrollierte Abgabe von Cannabisprodukten durch Verkaufsstellen eröffnet eine Möglichkeit der sinnvollen Regulierung, wie sie der Schwarzmarkt naturgemäß nicht zulässt", begründen sie ihren Antrag. Ziel soll es sein, den Weg frei zu machen für eine streng regulierte Abgabe von Cannabisprodukten, die mit Schutz- und Präventionsangeboten gekoppelt werden soll. Beide Parteien setzen sich zudem für die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung und den Ausbau des Präventionsangebots ein.
Die Idee von legalen Abgabestellen in der Landeshauptstadt findet auch beim gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Rajiv Strauß, Anklang. Er lehnt die Kriminalisierung von Cannabis-Konsum in geringen Mengen ab. Über die lizenzierten Abgabestellen könne man zudem sicherstellen, dass keine minderwertigen und unter Umständen auch gesundheitsschädigende Produkte konsumiert werden. Die juristischen Möglichkeiten für das Einrichten der Abgabestellen müssten aber geklärt werden, so Strauß.
[/quote]Quelle:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/du…n-aid-1.5308774 -
Vielleicht interessiert es ja jemanden.. Gerade auf der Suche nach news gefunden..
Zitat von Sven Skana
Bereits mit Beschluss vom 08.11.2006
hat sich mit dem OVG Lüneburg ein oberstes Gericht mit der Frage
beschäftigt, wann regelmäßiger Cannabiskonsum vorliegt und welcher
geeignet ist, dem Betroffenen ohne weitere Angebe von Gründen die
Fahreignung abzusprechen. Nach dem Beschluss des OVG Lüneburg reicht
allein der Besitz von Cannabis hierfür nicht aus.
Dem
Antragsteller war unter Anordnung der sofortigen Vollziehung seine
Fahrerlaubnis gem. §§ 3 Abs. 1 Satz 1 StVG, 46 Abs. 1 Satz 1 FeV
entzogen worden. Begründet wurde dies mit dem regelmäßigen
Cannabiskonsum des Betroffenen im Sinne von Nr. 9.2.1 der Anlage 4 zur
FeV.
Der Beschuldigte gab an, zwei- bis dreimal pro Woche
Cannabis zu konsumieren. Zudem wurde er im Besitz von 5,45 Gramm
Marihuana vorgefunden. Dies veranlasste das Gericht, regelmäßigen
Cannabiskonsum im Sinne von Nr. 9.2.1 der Anlage 4 zur FeV anzunehmen.Hiergegen wendete sich der Betroffene in einem Verfahren des
einstweiligen Rechtsschutzes nach § 80 V VwGO. Das OVG gab der
Beschwerde des Antragstellers statt. Es konnte keinen regelmäßigen
Cannabiskonsum feststellen. Was unter dem Begriff des regelmäßigen
Cannabiskonsumes nach den rechtlichen Vorschriften zu verstehen sei,
werde in diesen nicht ausdrücklich definiert. Voraussetzung sei jedoch
zumindest immer, dass die Einnahme in einem Umfang getätigt werde,
welche alleine – ohne Hinzutreten weiterer Gründe –
fahreignungsausschließend wirke.
Anderenfalls müssten gem. Nr.
9.2.2 der Anlage 4 zur FeV weitere relevante Umstände hinzutreten,
welche die Fahreignung ausschließen. Hiervon sei zumindest bei täglichem
oder nahezu täglichem Konsum auszugehen. Ein solcher wurde indes durch
den Beschuldigten nicht eingeräumt. Auch aus dem Mitführen von Cannabis
ließe sich nicht auf einen regelmäßigen, die Fahreignung ausschließenden
Konsum schließen.Vgl. OVG Lüneburg, Beschluss vom 08.11.2006
Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass das oben geschilderte Urteil nicht
verallgemeinerungsfähig ist. Vielmehr bedarf es einer genauen Prüfung
des Einzelfalls, ob sich Ihr eigener Sachverhalt genau mit dem oben
geschilderten Anwendungsfall deckt. Für diesbezügliche Rückfragen stehen
wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Zudem übernimmt in
der Regel eine Rechtsschutzversicherung alle Anwaltskosten und auch die
Verfahrenskosten eines Rechtsstreits. Wir informieren Sie auf jeden Fall
gern im Voraus zu allen anfallenden Kosten.Der Autor Sven Skana ist Fachanwalt für Verkehrsrecht,
Spezialist für Verkehrs-Unfallrecht sowie Spezialist für
Führerscheinangelegenheiten im Betäubungsmittelrecht. Er ist Partner in
der Kanzlei Johlige, Skana & Partner in Berlin, Kurfürstendamm. -
Ausgerechnet ein Militärlabor bei Florenz ist wohl der Traum einesjeden Marihuana-Rauchers: Dort steht, geschützt durch hoheSicherheitsmaßnahmen, eine Cannabis-Plantage. In dem Labor wirdneuerdings medizinisches Marihuana für den italienischen Marktproduziert. Hochrein soll der Stoff nach der Ernte sein, mitGamma-Strahlen wird er von schädlichen [lexicon]Keimen[/lexicon] befreit. “Ende desJahres sollen 100 Kilo der Droge verfügbar sein”, sagt GiocondoSantoni, General des italienischen Militärs. “Das ist doppelt soviel, wie wir derzeit aus Holland importieren.” Seit 2007 dürfen inItalien Kranke medizinisches Marihuana kaufen, wenn sie an chronischenSchmerzen, Krebs oder anderen bestimmten Krankheiten leiden. Aber derStoff ist teuer und schwer erhältlich, sagt Apotheker Marco Ternelli:“Im vergangenen Jahr ist der Bedarf nach oben geschnellt. Dadurchgibt es nicht genug Cannabis für jeden. Außerdem ist einigen Ärztennoch nicht bewusst, dass sie den Stoff jetzt legal verschreibenkönnen, also tun sie es auch nicht.” Daniela Frosolini ist eine derPatientinnen, die heute schon Marihuana als Tropfen zum Einnehmenbekommen, eine Form, die nicht dem üblichen Konsum der Drogeentspricht.Frosolini leidet an chronischen Schmerzen der Atemwege:“Ich habe alle Medikamente ausprobiert. Am Ende war ich nur noch einZombie. Ich hatte nachts Wahnvorstellungen, bis ich Cannabis für michentdeckte. Meine Schmerzen sind damit fast weggegangen. Das einzigeProblem ist, es ist sehr teuer.” Das legale Marihuana soll vor allemdie Importabhängigkeit Italiens reduzieren und den Stoff billigermachen. In Österreich, der Schweiz und Deutschland sind bestimmteMedikamente mit Cannabis ebenfalls zugelassen. Erst 2014 hatte einGericht in Köln einem Schwerkranken erlaubt, Cannabis für denEigenbedarf anzubauen. Weitere Informationen Informationen über dieDroge als Arznei mit länderspezifischen Hinweisen
Quelle:
BMP
Ein Video der EuroNews ist auf der Seite dazu verlinkt worden -
Zitat von Weser Kurier
Ex-Finanzsenator Nußbaum sieht Vorteile
Cannabis-Handel als Wirtschaftsförderung?Die Piraten-Partei hatte die Idee im Wahlkampf bereits plakatiert: Cannabis legalisieren, hieß es da, und mit den damit verbundenen Steuereinnahmen den Bremer Haushalt sanieren. Nun hat Bremens und Berlins früherer Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) in einer Zeitungs-Kolumne nachgelegt: Den Konsum von Cannabis zu legalisieren, sei nicht nur unter den Aspekten Kriminalitätsbekämpfung und Gesundheitsschutz sinnvoll, sondern auch aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen geradezu geboten.
Nußbaum verweist dabei auf Holland und einige Bundesstaaten der USA: Sie hätten den Verkauf von Cannabis an Erwachsene unter staatlicher Aufsicht legalisiert und erzielten dadurch hohe Steuereinnahmen. Das Geld könne genutzt werden, um Präventions- und Aufklärungsprojekte zu finanzieren. Nußbaum: „Die Einführung von legalen Verkaufsstellen wäre somit eine echte Wirtschaftsförderungsmaßnahme.“
In Bremen stießen diese Überlegungen auf eher verhaltene Resonanz. Die Sprecherin der Finanzbehörde, Dagmar Bleiker, erklärte, in ihrem Ressort werde nicht über eine Cannabis-Steuer nachgedacht. Eine solche Abgabe sei auch nicht geplant. Das Vorhaben der rot-grünen Landesregierung, den Verkauf von Cannabis unter bestimmten, streng kontrollierten Rahmenbedingungen in einem Modellprojekt zu legalisieren, ziele nicht darauf, höhere Einnahmen zu generieren. Vielmehr gehe es darum, die Konsumenten zu entkriminalisieren und ihren Gesundheitsschutz zu verbessern.
Ähnlich äußerte sich Anne Schierenbeck, haushaltspolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsfraktion. Zwar würden Alkohol und Tabak mit Steuern belegt, so dass eine ähnliche Abgabe für andere legale Drogen nahe liege. Finanzielle Erwägungen hätten bei der Verabredung von Grünen und SPD, ein Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Bremen aufzulegen, aber keine Rolle gespielt. Maßgeblich seien dagegen andere Überlegungen. So sei mit einer Legalisierung auch die Möglichkeit der besseren staatlichen Kontrolle verbunden. Derzeit sei es für Jugendliche in Bremen einfacher, sich Cannabis von einem Dealer auf der Straße zu besorgen, als hochprozentigen Alkohol zu kaufen – alleine schon deshalb, weil der Einzelhandel gehalten sei, das Alter der Kunden zu überprüfen und andernfalls staatliche Sanktionen befürchten müsse.Klaus-Rainer Rupp, haushaltspolitische Sprecher der linken Bürgerschaftsfraktion, hält eine Debatte um Steuereinnahmen im Zusammenhang mit dem von Rot-Grün geplanten Modellprojekt zum Cannabis-Verkauf ebenfalls für verfehlt. „Mir wäre viel mehr daran gelegen, dass Bremen noch einmal eine Initiative ergreift, auf Landesebene die Vermögenssteuer einzuführen. Das würde etwas bringen, um den Haushalt zu entlasten.“ Beim Thema Cannabis gehe es dagegen vorrangig um die Frage, unter welchen konkreten Bedingungen die Abgabe legalisiert werden kann. „Die praktische Umsetzung dieser Idee ist nicht ganz einfach.“ Und wenn im zweiten Schritt dadurch Steuereinnahmen generiert würden, dienten diese in erster Linie dazu, diesen Aufwand zu finanzieren und in die Suchtprävention zu investieren.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU in der Bürgerschaft, Thomas Röwekamp, erklärte, potenzielle Steuereinnahmen seien für ihn kein Grund, um Cannabis zu legalisieren. „Mit Sucht und Abhängigkeit soll der Staat kein Geld verdienen.“ Bei Alkohol und Tabak diene die Steuer vielmehr dazu, das Produkt zu verteuern. Aber auch das sei für ihn kein Grund, Cannabis zu legalisieren. Denn die Droge führe zu erheblichen Gesundheitsschäden vor allem bei jugendlichen Konsumenten.
Darüber hinaus müsste Cannabis nach Röwekamps Worten bundesweit legalisiert werden, um das Rauschmittel ähnlich wie Alkohol und Tabak besteuern zu können. „Schließlich ist das Betäubungsmittelgesetz ein Bundesgesetz. Bremen kann nicht im Alleingang beschließen, dass der Besitz und Handel mit Cannabis nicht mehr unter Strafe steht.“Quelle:
http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-…id,1184646.html -
Zitat von Frankfurter NP
Für eine Legalisierung von Cannabis in all seinen Formen ziehen Tausende Menschen vor das Brandenburger Tor in Berlin. Bei der 19. Ausgabe der Hanfparade gibt es auch Unterstützung aus der Politik.
Berlin.
Überdimensionale Joints, originelle Schilder und viel Grün: Rund 8000 Menschen sind nach Angaben der Polizei am Samstag bei der Hanfparade vom Berliner Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor gezogen. Sie forderten die Legalisierung von Cannabis als Rohstoff, Medizin und Genussmittel.
Am Bundesgesundheitsministerium und am Berliner Dom legten die Teilnehmer Zwischenstopps ein. Manche gönnten sich während des Umzugs etwas von dem Genussmittel, wie der unverkennbare Geruch verriet. Bei der inzwischen 19. Hanfparade bekamen die Veranstalter Unterstützung von Grünen-Politikern auf Landes- wie auf Bundesebene. „Höchste Zeit für die Legalisierung!” twitterte der Berliner Grünen-Chef Daniel Wesener am Samstag. Die Cannabis-Verbotspolitik sei „völlig gescheitert”, hatte schon vorab Lisa Paus, Berliner Bundestagsabgeordnete der Grünen, erklärt.
Die Berliner Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), hielt bei der Abschlusskundgebung eine Rede. Sie hatte im Juni einen Modellversuch beantragt, bei dem Cannabis staatlich kontrolliert an registrierte Konsumenten in ihrem Bezirk verkauft werden soll. Auch Vertreter der SPD und der Linken sprachen zu den Teilnehmern.
Am Brandenburger Tor ging es noch bis zum späten Abend mit Reden sowie Livemusik und Informationsständen weiter. Dort war eine „Hanfmeile” aufgebaut, wo diverse Produkte aus Hanf vorgestellt wurden - darunter auch Speisen und Getränke.
Größere Zwischenfälle gab es laut Polizei keine. Versammlungsleiter Steffen Geyer war zufrieden, beschwerte sich am Sonntag jedoch über Provokationen der Polizei.Quelle:
FNPWeiterführend:
Hanfparade -
Zitat von vorwaerts
„Lasst uns aufbrechen in eine neue Zeit!“ Mit einem flammenden Appell bezieht Thomas Isenberg Stellung in der aktuellen Debatte über eine mögliche Cannabis-Legalisierung. Isenberg hält das Verbot für gescheitert und fordert eine „regulierte Legalisierung“.
Um deutlich zu sein: Ich bin kein Fan von Kiffer-Romantik. Stattdessen geht es mir ganz klar um Gesundheits- und Präventionspolitik, auf dem Boden von Fakten, Zahlen und Tatsachen. Betrachten wir die Realität: Cannabis ist in allen Schichten der Gesellschaft weit verbreitet. Circa 40 Prozent aller 18- bis 25-Jährigen haben mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert. Zwar verfällt der überwiegende Großteil nicht in riskant regelmäßigen Konsum. 0,5 Prozent der erwachsenen deutschen Allgemeinbevölkerung erfüllen die Kriterien eines Cannabismissbrauchs, weitere 0,5 Prozent die einer Cannabisabhängigkeit. Im Vergleich zu den Alkohol- und Tabakexzessen und deren gesundheitlichen Folgen und Problemen zwar auch nicht schön, aber eben wesentlich geringer als bei anderen (legalen) Drogen!
„Cannabis-Verbot ist gescheitert“
Also was tun? Mehr Law und Order – damit eine Prohibition greift? Noch mehr Verbote, Polizei und strengere Durchführungsverordnungen, um den Beelzebub auszutreiben? Sorry Innenpolitiker: Das Verbot ist gescheitert – auch das gehört zur fachlichen Einsicht, die gesundheits- und präventionspolitische Fachkreise Land auf Land ab und international in überwältigender Mehrheit alle teilen. Wir brauchen etwas anderes für eine bessere Gesundheit der Bevölkerung! In Ländern, die einen neuen Weg der Entkriminalisierung und Neuregulierung gegangen sind, ist der Cannabiskonsum keineswegs gestiegen: Das juristisch/innenpolitische Dogma der sogenannten „Generalprävention“ des rechtlichen Verbots ist bei Cannabis ein Mythos, der sich bestenfalls für Gruselmärchen eignet, aber nun wirklich keine „erzieherische“ oder Vorbildwirkung hat. Schade eigentlich, wie einfach wäre es doch dann, oder? Jede/r im Bierzelt und am Stammtisch würde das verstehen?!
Vom Status-Quo profitieren derzeit eine ganze Reihe dubioser Schwarzhändler, die zudem den Stoff auf Kosten der Gesundheit der Cannabiskonsumierenden mit Blei oder Kleber strecken. Was hilft, zeigen andere Länder. „Machen wir den Dealer arbeitslos“ so ein Motto, das mir gefällt. Trocknen wir den unseriösen Schwarzmarkt aus – zu Gunsten der Gesundheit. Auch ein weiterer Kollateralschaden des jetzigen „Cannabisrechts“ wird so vermindert: Was für ein Irrsinn - pro Jahr gibt es in Deutschland über 150.000 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Cannabis, die fast alle im konsumnahen Bereich, also meist gegen Cannabis-Konsumentinnen und -Konsumenten geführt und in dreiviertel der Fälle eingestellt werden. Immenser Aufwand ohne Wirkung! Auch die Polizei wäre uns mehr als dankbar für Änderungen.
Problematischer Konsum trotz Jugendschutz
Lasst uns rationale Politik machen! Und auch aufräumen mit dem Mythos der „Einstiegsdroge“. Ja, ich verstehe, dass Eltern oftmals Angst um ihre Kinder haben. Aber gerade deswegen nochmal: Trotz bestehenden Verbots können viele Eltern von Cannabis-rauchenden Jugendlichen aus eigenem Erleben oder aber vom Hörensagen erzählen. Mist in der Tat: Denn gerade der Jugendschutz ist wichtig, auch gesundheitlich. Wie bei anderen Drogen, z.B. Alkohol, entwickeln schon heute viel zu viele Jugendliche einen problematischen Konsum. Statistisch liegt das Durchschnittsalter des ersten Cannabiskonsums bei 16,7 Jahren (Stand: 2011). Ich betone: Trotz Verbots!
Also hilft insgesamt wohl doch nur eine verschärfte „schwarze Sherriff-Politik“ á la Unionsparteien? Wohl kaum, wie auch die Erfolgsbeispiele anderer Länder zeigen. Und Fachstellen für Suchtprävention schreiben ganz klar: Die Kriminalisierung verhindert den Zugang von Jugendlichen zur Prävention, die Stigmatisierung führt zur Tabuisierung, auch in Schulen, in der Elternarbeit und anderswo. Sogar diejenigen, die „die schweren Fälle“ hinterher in der Therapie haben, sagen in ihren Forderungspapieren: Schaut nicht weg – macht die Regeln neu bei Cannabis!
Mitglieder sollen entscheiden können
Deshalb: Regulierte und kontrollierte Produktion, kontrollierte und lizenzierte Abgabe an Erwachsene bei Stärkung des Jugendschutzes, der Präventionsarbeit in den Kiezen und Settings wie z.B. in den Schulen, für Stärkung der Elternarbeit und bessere Aufklärung. Ja, ich bin froh, dass in immer mehr Kommunen, Bundesländern, aber auch von mehreren Bundestagsabgeordneten, auch der SPD, dieser Weg eingefordert wird. Macht mit! In Berlin wird die SPD nun im Herbst eine Landes-Mitgliederbefragung starten.
Letztlich müssen wir uns fragen: Augen schließen vor der Realität des jetzigen Cannabis-Rauschs, oder aber diesen - auch präventionspolitisch sinnvoll - neu kanalisieren? Ich bin mir sicher: Heute brauchen wir eine verantwortungsvolle Novelle des Bundesbetäubungsmittelgesetzes. Und zwar unabhängig von ebenfalls überfälligen Änderungen der Kostenerstattung und des Zugangs zu Cannabis als Medizin für Patientinnen und Patienten. Hier kann man derzeit de-facto von „Staatsversagen“ sprechen: Dies führt leider nicht selten zu unnötigem Leid, das gelindert werden könnte.
Auf dem Weg zur regulierten Legalisierung?
Lasst uns aufbrechen in eine neue Zeit! Ach ja: Immerhin 66 Prozent der Sympathisanten der SPD befürworten laut aktueller Forsa-Umfrage einen neuen Weg der regulierten Legalisierung. Sicherlich: (Noch) kein Thema für „die breite Mitte“, aber eins für die Glaubwürdigkeit! Die Fakten sprechen für sich.
Quelle:
Vorwaerts -
Langzeitstudie: Cannabis macht nicht krankWie ungesund ist Cannabis wirklich? Seit Jahren streiten sich Befürworter und Gegner, welche Langzeitfolgen die Droge für Körper und Seele hat. Eine amerikanische Studie kommt jetzt zu einem überraschenden Ergebnis.
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Cannabis verursacht doch keine Depressionen, Psychosen oder Asthma – so lautet das Ergebnis einer Langzeitstudie an amerikanischen Jugendlichen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Jugendliche, die Cannabis konsumierten, später genauso gesund waren wie Abstinenzler. Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie in dem Fachblatt Psychology of Addictive Behaviors. Von dem Ergebnis sind die Forscher selbst überrascht. Eigentlich hatten sie angenommen, vermehrt psychische Krankheiten wie Depressionen und Angststörungen sowie Krebs, Asthma, Atemprobleme, Allergien, Kopfschmerzen und Bluthochdruck zu finden.
Die Forscher befragten für ihre Studie Jugendlichen seit ihrem 14. Lebensjahr halb- oder ganzjährig zu ihrer Gesundheit und ihren Lebensgewohnheiten. Insgesamt 408 junge Männer wurden begleitet, bis sie 36 Jahre alt waren. Faktoren wie illegaler Drogenkonsum, das Rauchen von Zigaretten und der Zugang zu einer Krankenversicherung – in den USA weniger üblich als in Europa – wurden bedacht. Gleichzeitig legten die Wissenschaftler ein Augenmerk auf die gesundheitlichen Unterschiede zwischen schwarzen und weißen Jugendlichen. Auch dieser blieb aus. Die Studie hat jedoch einige Schwächen: Die Forscher untersuchten nur Männer und auch die Einteilung in unterschiedliche "Nutzergruppen" nach deren Konsumhäufigkeit ist schwierig, da sich der Cannabiskonsum über die Zeit verändern kann. Dies beeinflusse das Ergebnis den Forschern zufolge aber kaum.
Mit der Auswertung wollen sie Informationen zur Legalisierungsdebatte liefern. "Aber es ist eine sehr komplizierte Angelegenheit und eine Studie sollte niemals allein betrachtet werden", sagt Forschungsleiter Jordan Bechtold von der University of Pittsburgh.Quelle:
Aponet -
interessant.. Hatte keine Einladung zu der Umfrage bekommen.....
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nach was riecht es? Kann mit Bobel nichts anfangen..
Ansonsten.. Haarspray? Wobei das soweit ich weiß knistern und auf jeden Fall riechen sollte..
Hast du kein Kleingeld übrig? Ein taschenmiktoskop gibt es für wenige Euronen und kann dir echt helfen, gestrecktes Gras zu erkennen. -
Finde ich Klasse, das LED's in's Sortiment aufgenommen wurden! Dadurch wird die Reichweite sicherlich gesteigert
Echt super! -
Hat der Salz recht. Im Prinzip es ist ne LED in einer Röhre, wie eine [lexicon]LSR[/lexicon] eben
Erinnere mich daran, diese Dinger mal in diversen Berichten gesehen zu haben.. Auf die schnelle aber nichts gefunden..
Wie mit "echten" LED's auch, kommt es da auch auf die LED an, wieviel die zieht etc. Lichtspektrum ist evtl. auch ganz interessant
Pauschal könnte man sie sicherlich nutzen, jedoch bieten Panels m.E.n. deutlich bessere möglichkeiten, was Wartung und/oder Anpassung angeht.
Würde auch sagen, dass die effizienz eines Panels höher ist als die, einer [lexicon]LSR[/lexicon]-LED-Dingens-Bumens.Aber ist keine sichere Aussage
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Zitat von Hamburger Abendblatt
Kreis Segeberg CDU-Politiker lehnen Cannabis-Freigabe abAuch die Ärzte des Psychatrischen Krankenhauses Rickling sprechen sich gegen eine Legalisierung der Droge aus.
Kreis Segeberg. Während eines Besuchs des Fraktionsarbeitskreises Sozialpolitik der CDU-Landtagsfraktion unter der Leitung der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Katja Rathje-Hoffmann wurde im Psychiatrischen Krankenhaus Rickling auch über Drogenpolitik gesprochen. Einigkeit herrschte bei den praxiserprobten Ricklinger Führungskräften und den CDU-Politikern bei der Ablehnung der Freigabe von Cannabis. Die heute oftmals selbst gezüchteten Hanfpflanzen seien nicht mehr mit dem Haschisch der 60er-Jahre vergleichbar. "Die Folgen sind eine wesentlich höhere und schnellere Rauschwirkung sowie der immer wieder bei Patienten festgestellte Weg in die Abhängigkeit", sagte Nikolas Kahlke, leitender Chefarzt des Psychiatrischen Zentrums. Ärzte und Politiker kritisierten die ihrer Ansicht nach verharmlosenden Debatten. Der Fraktionsarbeitskreis Sozialpolitik hat die Aufgabe, die Themen im Bereich der Gesellschafts- und Sozialpolitik aufzugreifen, Ideen zu entwickeln, Lösungsansätze aufzuzeigen und diese innerhalb der Landtagsfraktion zur Diskussion zu stellen.
Unter dem Titel "Drogenpolitik-Tour" hatten sich die Landtagsabgeordneten zuvor bei der Firma Dräger in Lübeck über technische Neuerungen für Drogenauffindung und Alkoholtests informiert.Quelle:
Hamburger Abendblatt -
Zitat von taz.de
Green New Deal
Seit der Legalisierung in Colorado verdient die US-Hanfbranche Milliarden. Zubehör-Anbieter leiden unter der Konkurrenz aus China.NEW YORK taz | In Colorado hat der Kapitalismus übernommen. 18 Monate nach der weltweit ersten Legalisierung von Cannabis für alle brummt das Geschäft: Der Kundenkreis wächst, der Umsatz steigt, das Sortiment wird größer, und immer neue UnternehmerInnen eröffnen Treibhäuser, „Dispensaries“, Werkstätten und Labors.
Der Bundesstaat verdient mit. Nach Steuereinnahmen von 76 Millionen Dollar im ersten Jahr erwartet Colorado in diesem Jahr ein Vielfaches. Aber inmitten der Euphorie des Green Rush sind die Blasen und Träume von einigen frühen Pionieren von „Legalize it“ schon fast geplatzt.
Allen Heath alias „Turtle“ ging davon aus, dass er sich beruflich keine Sorgen mehr machen müsste, als „Amendment 64“ in Kraft trat. Der Zusatz zur Verfassung des Bundesstaates erlaubt Personen über 21 Jahren den Besitz von einer Unze (28,3 Gramm) Cannabis. „Turtle“, von Beruf Glasbläser, war mehrere Jahre zuvor aus Kansas nach Colorado umgesiedelt, weil er von Anfang dabei sein wollte.
Im Referendum von 2012 stimmte er für die Legalisierung. Seit 1. Januar 2014 verkauft er seine geblasenen Wasserpfeifen – hauptsächlich „Bongs“ – die er zuvor landesweit in Rauchläden als „Tabakzubehör“ verkaufte oder durch private Kanäle, erstmals offen als Kifferwerkzeug.
Die Wandlung von Cannabis von „dirty“ zu „fancy“ – von verpönt zu schick – ging rasant. Doch das Leben von „Turtle“ und seiner Glasbläserei „Cocksmith Glass“ komplizierte sich unerwartet. Die Preise für seine „Bongs“ fielen in den Keller. Nach 26 Jahren im Glasgeschäft muss „Turtle“ sie heute bis zu 40 Prozent billiger verkaufen als vor 18 Monaten. Für seine bunten und stark dekorierten Glaspfeifen bekommt er jetzt allenfalls noch 150 Dollar.
Steigende Nachfrage
Die Nachfrage nach Rauchgeräten in Colorado hat sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Aber zugleich ist das Angebot in die Höhe geschnellt. „Glasblasen“, sagt „Turtle“, „war ein Geheimnis und ein aussterbendes Handwerk. Aber in den zurückliegenden Monaten ist es populär geworden.“ Die neuen Glasbläser sitzen nicht nur in Colorado, wo die Legalisierung Tausende Zuwanderer angelockt hat, sondern auch in China, das den Wasserpfeifenmarkt mit Billigkopien überschwemmt.
Neben den Gebrauchsgeräteglasbläsern sind zunehmend Glaskünstler mit großen Namen im Geschäft. Ihre Einzelstücke kosten in den Glasgalerien von Denver zwischen 2.000 und mehreren Zehntausend Dollar. Zwischen dem Importramsch und den exklusiven Sammlerstücken bleibt kaum Platz für Leute wie „Turtle“.
Cannabis-Priese gehen in den Keller
Der Preisverfall trifft nicht nur Glasprodukte. Auch anderes Zubehör für das Cannabisgeschäft ist billig geworden. Darunter die Spezialbeleuchtungen, die zum Anbau von Cannabis in geschlossenen Räumen nötig sind. Gesunken sind auch die Preise für Schokoriegel, Gummibärchen und fertig gedrehte Joints. Und es trifft auch das Kernprodukt der Branche.
Die Cannabispreise in Colorado sind in den letzten 18 Monaten um 40 Prozent gesunken. Nach extrem hohen Einstiegspreisen der ersten Wochen und Monate, als das legale Gras in den Dispensaries von Colorado teurer war als das auf dem Schwarzmarkt in den Nachbarstaaten, haben sich die Preise für Spitzenqualität bei 300 Dollar pro Unze (28 Gramm) eingependelt. Und das anfänglich knappe Angebot von legal angebautem Cannabis hat sich vervielfacht.
Die Wachstumserwartungen der Branche insgesamt werden durch den Preisverfall nicht gedämpft. Investmentberater betrachten Cannabis als das Geschäft mit den zurzeit größten Wachstumsraten. Von 1,5 Milliarden Dollar im Jahr 2013 (als nur medizinisches Marihuan nur in einigen Bundesstaaten legal war) ist der Verkaufswert für legales Marihuana im Jahr 2014 bereits auf 2 Milliarden Dollar gestiegen.
Für das Jahr 2018 erwarten die Investmentberater der auf die Cannabisbranche spezialisierten New Yorker Investmentberater Viridian ein Verkaufsvolumen von 10 Milliarden Dollar. In ihr Kalkül fließt ein, dass sie in absehbarer Zeit die Legalisierung von Cannabis für alle in immer mehr Bundesstaaten erwarten.
Sinkende Einnahmen
„Turtle“, heute 45, ist seit 26 Jahren Glasbläser. Rückblickend sagt er bedauernd: „Wenn ich besser vorbereitet gewesen wäre, hätte ich Anfang 2014 in Denver ein Glasgeschäft eröffnet.“ Stattdessen schaut er zu, wie seine Einnahmen sinken und überlegt sich „jeden Tag“, ob er aufgeben soll. Weil er mit „Bongs“ wenig einnimmt, stützt er sich verstärkt auf seine andere Spezialität: ebenso bunte Sexspielzeuge aus Glas.
In seinem Geschäft „Secret Stashh“ mach Paul Gunter eine ganz andere Erfahrung. Der 32-jährige ehemalige Autohändler aus Florida verkauft seit Mai vergangenen Jahres in Denver Pfeifen – von Shishas bis zu Vaporizern.
Besonders gut läuft sein Geschäft mit „Rigs“, die mit hoch konzentriertem Öl statt mit Gras funktionieren. Allerdings sind auch bei Gunter die meisten Kunden knapp bei Kasse und kaufen eher die importierten „Generika“-Versionen für 100 Dollar aus China als die in Colorado hergestellten Originalversionen zu bis zu 900 Dollar.
In seinem Sortiment hat er auch einige Pfeifen von lokalen Künstlern, die er für Tausende Dollar verkauft. Der Händler sagt über seine Künstler: „Sie machen mehr Geld als je zuvor.“
Quelle:
taz.de -
Zitat von SZ
Rausch ist Privatsache
Ein Verhalten zu entkriminalisieren heißt nicht, es zu befürworten. Cannabis muss freigegeben werden. Ein Plädoyer.Ein Albtraum der Drogen- und Gesundheitsbeauftragten scheint wahrgeworden zu sein: Sie sind mitten unter uns, ohne dass wir sie an ihrer Hautfarbe, verdreckten Füßen oder Rastalocken erkennen könnten. Zwischen zwei und vier Millionen Deutsche kiffen regelmäßig, der gelegentliche Joint ist in ihrem sozialen Umfeld kaum auffälliger als andernorts ein Feierabendbier, und fast niemand von ihnen hängt dazu auf Bahnhofsvorplätzen herum. Die meisten von ihnen kommen, wenn man den Ergebnissen der Sozialforschung glauben darf, sogar ganz gut klar mit ihrem Leben, sie funktionieren, auch wenn sie vom gelegentlich Rausch nicht ablassen mögen. Sie gebrauchen Cannabis, sie missbrauchen es nicht.
Natürlich ist Cannabis keine ungefährliche Droge. Es gibt sie, die lethargischen und die depressiven, die verplanten und die sozialphobischen Kiffer, deren Konsum schädliche Ausmaße angenommen hat. Nicht wegzudiskutieren sind insbesondere die Gefahren für Jugendliche, deren neuronale Strukturen besonders anfällig sind für hanfverklebte Synapsen. Niemand, der bei Sinnen ist, empfiehlt Cannabis deshalb als Bestandteil des Alltags, nicht für Erwachsene und erst recht nicht für Jugendliche.
Entkrimininalisieren ist nicht gleich befürworten
Aber ein Verhalten zu entkriminalisieren heißt nicht, es zu befürworten. Das verkennen viele Kritiker einer liberaleren Drogenpolitik. Ihre Perspektive beschränkt sich auf die Unterscheidung zwischen sozial erwünschtem und sozial unerwünschtem Verhalten. Was sie für sozial unerwünscht halten, das sollte am besten auch strafbewehrt sein. Man muss an dieser Stelle nicht darüber streiten, wann der Konsum von Rauschmitteln sozial unerwünscht ist. Dass es Formen des Rausches gibt, die mit einem gelungenen Leben vereinbar sind, bestreitet ernsthaft niemand. Gerade diejenigen, die am heftigsten gegen eine Lockerung der betäubungsmittelrechtlichen Strafvorschriften polemisieren, scheinen selbst höchst selten einem zünftigen Besäufnis abgeneigt zu sein.
Die Vermutung liegt nahe, dass die unterschiedliche Behandlung von Cannabis und Alkohol eher der Ausdruck einer irrealen Angst vor einer Substanz ist, die im europäischen Kulturkreis erst sehr spät als Rauschmittel Verbreitung fand. Während der Besitz von Alkohol selbst dann noch sozial toleriert ist, wenn er zum täglichen Konsum Suchtkranker dient, ist der Besitz von Cannabis sogar dann strafbar, wenn er ausschließlich zum gelegentlichen Konsum eines freiverantwortlich handelnden Erwachsenen bestimmt ist.
Eines der Lieblingsargumente der Cannabis-Verächter lautet: Nur weil wir Alkohol nicht kriminalisieren, müssen wir nicht Cannabis entkriminalisieren, schließlich haben wir schon genug Probleme mit Alkohol - warum sich noch mehr Probleme ins Haus holen? An diesem Argument ist praktisch alles falsch. Wer den Besitz von Cannabis entkriminalisieren und den Handel unter staatliche Kontrolle stellen will, möchte ja gerade soziale Probleme lösen, die eine verfehlte Drogenpolitik über Jahrzehnte hinweg produziert hat. Die hinter dem Argument stehende These, dass die mit der jetzigen Gesetzeslage verbundene Kriminalisierung von Millionen Deutscher irgendwelche Probleme auch nur im Ansatz lösen könnte, kann im nüchternen Zustand niemand stehenlassen wollen.
Schon heute sind die Strafvorschriften des Betäubungsmittelrechts höchst ambivalent. Der Konsum verbotener Substanzen ist nicht strafbar, weil er Dritte nicht schädigt. Trotzdem ist jeder Umgang mit diesen Substanzen verboten, auch ihr bloßer Besitz. 1994 rang sich das Bundesverfassungsgericht gegen erheblichen Widerstand aus der Strafrechtswissenschaft noch gerade dazu durch, das strenge deutsche Betäubungsmittelgesetz im Grundsatz unangetastet zu lassen.[...]
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Quelle:
Süddeutsche Zeitung -
Ein weiterer Kommentar:
Zitat von taz.deRückzugsgefechte der Prohibitionisten
Die Folgen der an Prohibition orientierten Drogenpolitik sind verheerend. Es geht nicht mehr darum, ob legalisiert wird, sondern wie.Es gibt nicht viele US-spezifische Probleme, die man in Deutschland auch ganz gerne hätte. Jene allerdings, die die regulierte Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Colorado mit sich bringt, sind durchaus erstrebenswert. Im Kern geht es darum, einen legalen Geschäftszweig weiterzuentwickeln und bestimmte Detailfragen der Besteuerung zu regeln.
Colorado profitiert davon, und die Befürchtungen der Unkenrufer, der Konsum auch unter Jugendlichen, die Anzahl der Verkehrstoten oder der Gewalttaten werde steigen, haben sich in den ersten eineinhalb Jahren seit Inkrafttreten des Gesetzes als vollkommen unbegründet erwiesen.
Weltweit ist ein Umdenken in der Drogenpolitik im Gange, bei dem die Frage der Legalisierung von Cannabis nur die Vorreiterrolle spielt. Die Folgen der über Jahrzehnte an Prohibition orientierten Drogenpolitik sind verheerend: Eine angemessene Aufklärung und Beratung wird erschwert, und die KonsumentInnen laufen ständig Gefahr, mit stark verunreinigten gestreckten Produkten umzugehen.
Im Zuge des in den Produzentenländern oft militarisierten Antidrogenkampfes kommt es zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Kartellen fordern Tausende von Toten. Polizei und Justiz werden ständig mit einer Anzahl von harmlosen Konsumdelikten beschäftigt.
Und bei alledem wachsen Gewinne und Einfluss der organisierten Kriminalität – und der Konsum ist seit Beginn des Antidrogenkrieges vor einem halben Jahrhundert nicht geschrumpft, sondern hat beständig zugenommen. Den Jugendschutz überlässt man dabei den Kriminellen. Dieses Ergebnis muss verteidigen, wer so weitermachen will wie bisher.
Gefährliche Rückzugsgefechte
Man kann nicht mehr diskutieren, ob eine staatliche Regulierung dieses Marktes sinnvoll sein könnte – es kann nur noch um das Wie gehen. Ist das Modell von Colorado besser, das einen von kapitalistischer Konkurrenz belebten Markt unterschiedlichster Anbieter zulässt? Oder das Uruguays, wo neben dem privaten Anbau von bis zu vier Pflanzen auch ein staatlicher Verkauf der von wenigen lizenzierten Produzenten hergestellten Ware im Aufbau ist?
Das sind die Fragen, die diskutiert gehören. Die Rückzugsgefechte der Prohibitionisten sind angesichts der täglich sich wiederholenden Katastrophen nicht nur hinterwäldlerisch, sondern gefährlich.
Quelle:
taz.de -
Zitat von FAZ
Cannabis-Freigabe in Bremen? Zweifelhafter Duft
Bremen erwägt die Freigabe von Cannabis. Auch der neue Bürgermeister Carsten Sieling spricht sich in Interviews dafür aus. Doch Fachleute warnen Rot-Grün davor, den Konsum des Rauschgifts zu verharmlosen.Mit dem neuen Bremer Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat sich erstmals der Regierungschef eines Bundeslandes für eine Legalisierung der Droge Cannabis ausgesprochen. Es sei unbestritten, dass die Kriminalisierung von Cannabis nicht mehr zeitgemäß sei, sagte Sieling der Tageszeitung „Die Welt“. Dadurch entstünden hohe Kosten bei der Polizei und den Strafverfolgungsbehörden.
Schon während der Koalitionsverhandlungen war von Bremen aus wieder einmal der verheißungsvolle Duft einer libertäreren Gesellschaft durch die Republik geströmt, nachdem sich SPD und Grüne auf eine lockere Drogenpolitik geeinigt hatten. Die neue Landesregierung möchte, dass der Konsum von Cannabis künftig nicht mehr strafrechtlich verfolgt wird, wenn der rechtliche Rahmen dies zulässt.
Genehmigung nötig
„Rot-Grün gibt Kiffen frei“, lautete folgerichtig eine der diesbezüglichen Schlagzeilen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Volljährige in Bremen Cannabis künftig ganz legal an zwei Abgabestellen erwerben können soll. Fraglich nur, ob es so kommt. Denn für einen legalen Cannabis-Verkauf benötigt Bremen eine Genehmigung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. „Jeder Antrag auf Ausnahmen von gesetzlichen Rahmenbedingungen des Betäubungsmittelgesetzes wird sehr genau geprüft“, heißt es von dort.Ähnliche Ansinnen gebe es bereits in Hamburg und vor allem im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, doch bisher sei kein entsprechender Antrag eingegangen, teilt die Behörde mit. SPD-Geschäftsführer Roland Pahl gab Ende Juni freimütig zu, dass man zumindest in Bremen noch lange nicht so weit ist: „Die Sache ist inhaltlich noch nicht ausgestaltet.“ Bremen werde wohl abwarten, wie das Bundesamt über den Antrag aus Friedrichshain-Kreuzberg befinde, der demnächst gestellt werden könnte.
Der Psychiater Rainer Thomasius vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf vermutet, entsprechende Anträge aus Berlin oder aus Bremen dürften wenig Aussicht auf Erfolg haben, solange die CDU den Bundesgesundheitsminister stellt. „Gott sei Dank“, wie der Medizinprofessor hinzufügt.
„Verharmlosende Debatte“
Der Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters hält die politische Debatte über Cannabis-Konsum für verharmlosend. Die Freigabeforderungen von Grünen, Linkspartei oder FDP seien alle „nicht kompatibel mit dem Forschungsstand“, kritisiert Thomasius. Das neurotoxische Potential von Cannabis sei mittlerweile vielfach belegt. Bestrebungen nach einer liberaleren Drogenpolitik hält er entgegen, dass die Erfolge in der Drogenpolitik auf Restriktion beruhten, wie das Beispiel Tabak in Deutschland und das Beispiel Alkohol in Skandinavien belegten.Kirsten Kappert-Gonther, die gesundheitspolitische Sprecherin der Bremer Grünen, entgegnete, Thomasius sei eben einer der „striktesten Gegner“ der Cannabis-Freigabe. Als Fachärztin für Psychiatrie wolle auch sie Cannabis „absolut nicht verharmlosen“, weil es zu gravierenden Störungen bis zu Psychosen führen könne.
Die Grünen seien allerdings der Auffassung, dass der Grundsatz beim Cannabis dennoch „Prävention statt Kriminalisierung“ lauten müsse. Jugendliche müssten über die Gefahren aufgeklärt werden, Erwachsene sollten hingegen „abwägen dürfen, ob sie das Risiko in Kauf nehmen“, sagt Kappert-Gonther. Die Vereinbarung, die die Bremer Grünen nun der SPD in den Koalitionsverhandlungen abgerungen hätten, sei da sicherlich kein Durchbruch, aber immerhin ein „Bekenntnis zu einer Richtung“.
Quelle:
FAZ