Ich war mir nicht sicher ob das direkt in Erde funktionieren wuerde aber klar warum eigentlich nicht.
Ich hatte vor kurzem nen batch alter samen wo's sich sicherlich gelohnt haette.
Ich setze aber demnaechst wieder ein paar Samen an dann werd ich's mal Testen!
Danke fuer deinen kleinen Germination-Exkurs
Gern.
Bei älteren Samen solltest du, wenn es irgendwie geht, erst mal nur ein paar Stück testen. So bekommst du wertvolle Informationen, ob sie überhaupt keimen, einen Keimling bilden und bis zum Sämling durchhalten.
Wenn du nur ganz wenige Samen hast, dann geh lieber vom Schlimmsten aus. Richtig?
Bei einem normalen Test würde ich genau das machen, was im Video gezeigt wird, aber mit ein paar wichtigen Ergänzungen: Trag Handschuhe und fasse die Samen nie direkt mit den Händen an. Alle Werkzeuge, Geräte und Oberflächen, die mit den Samen in Berührung kommen, solltest du möglichst desinfizieren oder sterilisieren. Achte unbedingt auf Kreuzkontamination. Anfänger sollten zusätzlich eine Staubmaske oder Partikelfiltermaske tragen. (Abgesehen von Fehlern durch den Menschen ist das, was in der Luft herumschwirrt, die größte Gefahr für die Embryonen. Das kannst du deutlich reduzieren, wenn du in einem sauberen Raum oder Zelt arbeitest, in dem ein HEPA-Luftfilter läuft, und wenn du saubere Kleidung und einen sauberen Körper hast.)
Weiterhin empfehle ich eine einprozentige Wasserstoffperoxid-Lösung, eine leichte Anrauhung der Schale,
eine stabile Temperatur von vierundzwanzig oder fünfundzwanzig Grad Celsius mit möglichst wenigen Schwankungen. Nach der Imbibition kommen die Samen direkt ins Anzuchtmedium (am besten desinfiziert oder mit EMa). Die relative Luftfeuchtigkeit sollte hoch sein, bei etwa 80 Prozent. Sobald die Keimlinge aus der Erde/grow-plug kommen, gibst du ihnen die richtige ppdf Lichtstärke.
Wenn die Samen selten oder besonders wertvoll sind und du nur ganz wenige hast, zu wenige, um welche zum Testen zu opfern, dann lässt du den Test besser ganz weg und machst etwas ganz anderes. In dem Fall brauchst du einen Arbeitsplatz mit HEPA-gefiltertem Laminar-Flow, spezielle Materialien und mehr Aufwand. Das wird teurer und arbeitsintensiver. Möglicherweise kannst du den ganzen Prozess auch an ein Labor auslagern.
Warum nimmste keine F1?
Echte F1-Hybriden aus zwei verschiedenen, genetisch stabilen Elternlinien sind schon stabil genug, um die Variation zwischen den Pflanzen auszuschließen und zuverlässige Ergebnisse zu liefern, die man wirklich nutzen kann. Aber am meisten würde ich einer IBL vertrauen, die einen klaren Phänotyp ausprägt, die ist für mich die zuverlässigste Variante.
Beide Varianten sorgen für ein deutlich einheitlicheres Ergebnis als komplexe Kreuzungen und Polyhybriden. Bei komplexe Kreuzungen und Polyhybriden tritt nämlich viel mehr Variation auf, die Keimung, Triebentwicklung und Überlebensrate beeinflussen kann. In solchen komplexen Kreuzungen und Polyhybriden gibt es fast immer auch Kümmerlinge, die das Gesamtergebnis verzerren. 🚮